Press Release

Wahlsalons 2017 Check-In Köln

So geht Demokratie: digital!

Köln, 10.07.2017

Der zweite Stopp der Wahlsalons 2017 Reihe fand vergangenen Freitag in Köln statt. Beim Check-In konnten wir bereits eine ganze Reihe bestehender Projekte kennenlernen, die beim Kick Off in Berlin erdacht und in der Zwischenzeit weiterentwickelt wurden. Doch auch neue Projekte hat der Abend hervorgebracht. Hier kommt ein kurzer Bericht des Events in Köln.

Die Talks - Input von Profis

Zum Startschuss trudelten mehr und mehr Teilnehmer ein, bis wir zu Beginn des offiziellen Teils etwa 40 Personen im Theater der Wohngemeinschaft in Köln begrüßen durften. Nach wenigen Worten des Dankes und der Begrüßung durch Jan von hack.institute bekamen wir bereits den ersten professionellen Input durch die Stadt Köln. Vom eGovernment waren Dirk Blauhut und Jayan Areekadan vorbei gekommen, um einen Überblick über das Portal Offene Daten Köln und alle wahlrelevanten Datensätze zu geben. Interessant war hier vor allem, dass die beiden ganz offen auch über die Schwierigkeit beim Extrahieren und zur Verfügung stellen der Daten sprachen. Unter www.offenedaten-koeln.de gibt’s alles, was das Herz begehrt. Daten zur kommenden Bundestagswahl stellen sie unter und www.stadt-koeln.de zur Verfügung.

Im Anschluss trat Lutz vom Sponsor Google auf die Bühne. Er stellte uns Google Tools zur Bundestagswahl vor, allem voran das schon bei den US-Wahlen im letzten Jahr sehr erfolgreiche Kandidatenfeature, welches anschließend auch die Wahlen in Frankreich begleitete. Hier können alle Kandidaten kurze Statements und Informationen zu sich und ihrem Wahlprogramm hinterlegen. Dies funktioniert auch in Kombination mit Keywords. Googelt man „Angela Merkel Wirtschaft“ kann die Kandidatin hier direkt ihr Wahlkampfprogramm zu dem Thema anzeigen lassen. Damit soll Transparenz geschaffen und allen Kandidaten dieselbe Möglichkeit gegeben werden, sich im Netz zu positionieren. Ab Mitte August gibt es das Feature in Deutschland für alle Kandidaten.

Patricia Ennenbach, Datenjournalistin beim WDR, sprach über ihr Herzblutthema: Wahltraud – ein Chatbot im Facebook Messenger. Das Projekt hat sie WDR-intern mit anderen Mitarbeitern angestoßen und kämpft aktuell darum, es noch intensiver ausbauen zu können. Ihre kleine Arbeitsgruppe hat unter https://github.com/wdr-data nicht nur alle Infos zu Wahltraud sondern auch weitere Daten zur Verfügung gestellt. Schön zu sehen, dass im großen Rundfunkhaus das Thema angegangen wird. Wir hoffen, dass wir in Zukunft noch mehr von Patricias Arbeitsgruppe zu sehen bekommen.

Pitches und Projekte

Im Anschluss an die kurzen und knackigen Talks ging es bereits ans Pitchen: Sieben Projekte wurden den Teilnehmern in je maximal drei Minuten vorgestellt. Vom Chatbot über Wahlprogramm-Apps bis hin zum analogen Twitter-Dashboard mit motorbetriebener Hashtag-Frequenzanzeige war einiges dabei. Und so formierten sich heterogene Teams, die bis spät in den Abend an den Projekten feilten und sich austauschten. Dabei wurde teils gehackt, teils diskutiert und viel gelernt.

Fun Fact: Wenn offene Daten zur Begrünung der Stadt ebenso vorliegen, wie Daten zur Wahlbeteiligung, wieso mappt man nicht einfach mal diese Daten und erforscht den Zusammenhang zwischen Baumbestand und Wahlfreude in den Wahlbezirken? Es darf und muss halt auch gespielt werden!

Das Feedback, das wir erhalten haben war aufgrund der entspannten Atmopshäre und der technischen Vielfalt sehr positiv. Die Stimmung war ausgelassen, das Bier und die Softdrinks eiskalt. Hierfür und für das hervorragend Fingerfood danken wir herzlich der Stadt Köln, die die Zeche gezahlt hat. Toll, dass solche Events hier aktiv unterstützt werden!

Bis zum 1 September haben alle Teilnehmer und die, die in der Zwischenzeit noch dazu stoßen, Zeit, ihre Projekte weiter auszubauen. Dann gibt’s im Showroom Berlin, dem letzten Event der Serie, einen Überblick über alle Projekte und Ergebnisse. Darauf sind wir sehr gespannt und überzeugt davon, dass wir der Öffentlichkeit dann viele Projekte präsentieren können, die Wählerinnen und Wählern relevante Informationen leicht zugänglich zur Verfügung stellen.

Danke allen Teilnehmern, Unterstützern und stillen Zuhörern. Und bis zum nächsten Mal in Berlin!

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